König Ludwig II

 

König Ludwig II.Ludwig II. wurde am 25. August 1845 in München geboren. Er wurde getauft auf den Namen Otto Friedrich Wilhelm Ludwig.  Sein Rufname sollte jedoch auf Drängen des gleichnamigen Großvaters Ludwig sein, der ebenfalls an einem 25. August geboren wurde (1786). Die Kindheit und Jugend verbrachte Ludwig auf Schloss Hohenschwangau.


1861 erlebte Ludwig zum ersten Mal Richard Wagners Opern Tannhäuser und Lohengrin. Daraus entstand vermutlich seine besondere Vorliebe für Wagners Opern und die darin verarbeitete Sagen- und Märchenwelt.

Ludwig II. wurde am 10. März 1864, im Alter von 18 Jahren  zum König von Bayern proklamiert.


Er engagierte  sich für die Förderung der Kultur, besonders den Komponisten Richard Wagner, den er im Mai 1864 erstmals persönlich traf. Zwischen 1864 und 1865 ließ er Wagner 170.000 Gulden zukommen. Er finanzierte damit unter anderem dessen Musikdrama "Der Ring des Nibelungen".

Ludwig II. musste 1865 Richard Wagner auffordern, Bayern zu verlassen. Die enge Freundschaft der beiden blieb  bestehen. Die Wagner-Opern "Tristan und Isolde" (10. Juni 1865), "Die Meistersinger von Nürnberg" (21. Juni 1868), "Das Rheingold" (22. September 1869) und "Die Walküre" (26. Juni 1870) erlebten im Nationaltheater ihre Uraufführung.

Seit 1872 ließ er sich ohne Publikum vollständige Wagner-Opern vorführen.


Verlobung mit Sophie in Bayern

Ludwig war nie verheiratet, verlobte sich aber aus einem spontanen Entschluss heraus am 22. Januar 1867 mit der um ein Jahr jüngeren Sophie in Bayern, der jüngeren Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich, einer Tochter des Herzogs Max in Bayern.

Die beiden kannten sich seit ihrer Kinder- und Jugendzeit und hatten sich am 21. Januar bei einem Hofball wiedergesehen. Die Hochzeitsvorbereitungen wurden am Hof mit großem Eifer vorangetrieben. Ludwig schob jedoch den Hochzeitstermin immer weiter hinaus und  löste im  Oktober 1867 die Verlobung.


Die letzten Lebensjahre verbrachte der König von der Öffentlichkeit zurückgezogen auf Schloss Neuschwanstein.
Sein Schuldenberg war erheblich angewachsen, die Bauarbeiten an seinen Schlössern wurden teilweise eingestellt. Anfang 1886 verweigerte das Kabinett König Ludwig die Bürgschaft für einen Kredit in Höhe von sechs Millionen

Am 9. Juni 1886 wurde Ludwig durch die Regierung entmündigt.

Am 11. Juni 1886 gegen Mitternacht kam eine  Kommission nach Neuschwanstein. Professor von Gudden informierte den König über das Gutachten der Entmündigung der vier Ärzte und über die Übernahme der Regentschaft durch Luitpold.
König Ludwig wurde in Neuschwanstein in Gewahrsam genommen und am 12. Juni um 4 Uhr morgens nach Schloss Berg am Ufer des Würmsees (heute Tegernsee) verbracht.


Am 13. Juni 1886 gegen 23.30 Uhr wurde König Ludwig und seinen Arzt von Gudden tot im Würmsee aufgefunden.

Um den Tod Ludwigs II. ranken sich bis heute zahlreiche Gerüchte, die u. a. einen möglichen Fluchtversuch bzw. die Erschießung des Königs in Erwägung ziehen.


Quelle Wikipedia