Damenmode Krinolinenmode

Die Zeit der Krinolinenmode von 1840 bis etwa 1870

ist als durchgehende Epoche anzusehen, deren Anfang von der Einführung der Krinoline 1842 markiert wird.

Der Unterrock bestand zunächst aus mit Rosshaar verstärktem Gewebe und löste das bis dahin übliche Tragen mehrerer Stoffunterröcke ab. Die Silhouette geht eigentlich auf die Mitte des 16. Jahrhunderts gebräuchlichen Reifröcke zurück, die schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert wieder vermehrt aufgetaucht waren.

 

Als Hut waren immer noch die Schute und das Capot aktuell; im Sommer konnte es auch ein breitrandiger Strohhut sein. Die Frisuren wurden gegenüber dem Biedermeier wesentlich schlichter zu einem Nackenknoten (Chignon) mit seitlichen Korkenzieherlocken frisiert.  

  

Die Verzierungen an den Kleidern hielten sich um 1840 noch in Grenzen, vielleicht etwas Stickerei, Falten und Biesen an der Taille. Mit der Zeit nahm jedoch der Aufputz in Form von Spitzen und Volants wieder zu. Die Schultern waren schmal, und die halben Ärmel endeten in Spitzenmanschetten. Die immer offensichtlicher werdende Ähnlichkeit mit den Reifrockkleidern um 1750 und die vielfach verarbeiteten farbigen Seidenstoffe verliehen auch der Mode dieser Zeit den schon im Kunstgewerbe gebräuchlichen Beinamen „Zweites Rokoko“. Mantillen sowie Wiener- oder Kaschmirschals trugen zusätzlich zum lebhaften Erscheinungsbild bei.

 

Herrenmode Zivil

 

Die Herrenmode wurde in dieser Zeit eintönig in Farbe und Form. Der im Biedermeier übliche Zylinder war genauso wie der Frack und Gehrock nur noch bei feierlichen Anlässen zu sehen, jedoch immer noch modern.

Stattdessen trug man im Alltag Jacketts in dunklen Farben mit Streifen- oder Karomustern; nur die Westen blieben anfangs noch bunt. Wichtig waren blendend weiße Kragen und Manschetten. Die komplizierten Halsbinden der Biedermeierzeit verschwanden nach und nach. Als Hut trat im Alltag die steife Melone an die Stelle des Zylinders.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle Wikipedia